Ragnarök rockt bei guten wie bei schlechten Wetter – Satyricon und Finntroll werden ihren Headlinerrollen gerecht

Für Pagan- und Metalfans liegt ein anstrengendes aber zugleich musikreiches Wochenende zurück, galt es doch das alljährliche Ragnarök

Für Pagan- und Metalfans liegt ein anstrengendes aber zugleich musikreiches Wochenende zurück, galt es doch das alljährliche Ragnarök Festival am 25. und 26.04. zu feiern. Zwar gab es weniger Merchandisestände als in den Jahren zuvor und auch die sonst übliche Autogrammstunden suchte man vergeblich, dafür glänzte das Musikprogramm vom Feinsten.

Während am Freitag am frühen Nachmittag Krampus, Creature und Ingrimm für Stimmung sorgten, geriet diese in der ohnehin schon aufgeheizten Halle so richtig ab Minas Morgul in Wallung, die durch ihren „Division 1313 – Fantrupp“ unterstützt wurden und während des Gigs fleißig Give – Aways verteilten. Da die Südtiroler von Graveworm an den Tag leider absagten, durften Minas Morgul, Fäulnis und Eis ihre Spielzeit verlängern. Der guten Laune unter den Fans tat dies keinen Abbruch.

Arkona, die fleißigen Paganspielleute aus Russland, heizten mit ihrer Sängerin Maria Archipowa den Leuten ebenfalls richtig ein, so dass Borknagar, Finntroll und als Kampfar als Abschluss des Tages leichtes Spiel mit dem Publikum hatten, das durch Met- und diverse Getränkestände schon im Vorfeld gut in Feierlaune war. Zudem lockte das angenehme Wetter viele Fans auch in den Metalmarkt, dem Wikingerlager oder zum Ausruhen auf die Bänke im Freien. Während am Freitag 3500 Metal- und Paganfreunde der Musik frönten, konnte der Samstag sogar noch ein Weiteres an Besuchern draufsetzen.

An dem Tag spielte zwar das Wetter nicht so mit, aber das tat der Stimmung keinen Abbruch. Bereits am frühen Mittag konnte man sich an den Klängen von Waldgeflüster, Odroerir und Skalmöld erfreuen, ihnen schlossen sich Adorned Brood (Paganmetal aus Grevenboich) die Routiniers von XIV Dark Centuries (Pagan Metal aus Thüringen) sowie Finsterforst (Paganmetal aus dem Schwarzwald) und Fjoergyn (Deutsch Metal aus Jena).

Trollfest setzten bei ihrem Programm mehr auf die lustige Seite des Pagans und Agrypnie überzeugten mit avantgardistischen Black Metal. Headliner des Abends waren am Samstag Satyricon aus Norwegen, die hauptsächlich aus den Bandbossen Sigurd „Satyr“ Wongraven und Kjetil „Frost“ Haraldstad bestehen und für ihren Blackmetalsound in aller Welt bekannt sind. Das letztjährige Album „Satyricon“ feierte in und um Norwegen große Erfolge und auch hier in Deutschland hat die Band viele Fans und Anhänger, die sich immer wieder freuen, wenn ihre Lieblinge mal einen Abstecher nach Deutschland machen. Dementsprechend gut war auch die Stimmung und Satyr und Frost zeigten allen, was in ihnen steckt. Der Samstag klang dann zu später Stunde mit Todtgelichter und Negator aus.

Insgesamt konnte das Ragnarök wieder durch gute Organisation und einer großartigen Musikauswahl glänzen. Wenn auch ab und an der Sound etwas zu wünschen ließ und das Rahmenprogramm gekürzt wurde, ist das Festival doch mit eines der Highlights in Franken und erfreut sich auch jedes Jahr großer Beliebtheit bei Pagan- und Metalfans.