Metal Franconia Festival 2012 zieht zahlreiche Besucher nach Hirschaid – Bands bringen Jahn Halle zum Kochen

Das Metal Franconia Festival, das aufgrund seiner begrenzten Fassungskapazität mehr zu den kleineren Festivals in der Region zählt,

Das Metal Franconia Festival, das aufgrund seiner begrenzten Fassungskapazität mehr zu den kleineren Festivals in der Region zählt, konnte mit seiner Bandauswahl bei den Besuchern punkten und war mit rund 550 Gästen am Freitag und 450 Gästen am Samstag immer gut gefüllt.

End of Green

End of Green

Während am Freitag Bands wie Serpent Sin, Disbelief, End of Green, Ektomorf und Justice die Stimmung zum Kochen brachten, waren dies am Samstag Sasquatch, Hail of Bullets, die Zwangsversteigerten Doppelhaushälften und Hate Squad. Vor allem die weiblichen Fans freuten sich am Freitag auf die Schwaben von End of Green, die eine Stunde lang ihr düsteres Repertoire an Gothic – Rock über das Festival ausschütteten. Da störte dann auch kaum, das Gitarrist „Sad Sir“ sich Zeit beim Saitenneubespannen ließ, denn allein Frontmanns Michelle Darkness Ausstrahlung im gleißenden Scheinwerferlicht und seine unverkennbare tiefe Stimme brachten das Publikum schon in Ekstase.

So gut vorgelegt hatten die Ungarn von Ektomorf dann leichtes Spiel, das ohnehin schon angeheizte Publikum vollends zum Kochen zum Bringen. Und Justice als Lokalmatadoren, von vielen gekannt und von den meisten geliebt, hatten mit ihrem Coverprogramm als Aftershow – Act fast ein Heimspiel, sind doch die meisten Festivalbesucher auch treue Anhänger der Forchheimer Jungs. Moderate Getränke- und Essenspreise, ein Merchandisebereich, eine Bar im Obergeschoss, eine Raucherabteilung und das großzügige Freiareal für Camper und Parker rundeten den Festivaltag ab. Obgleich vielleicht manch einer sich die Halle etwas größer vorgestellt hatte, war sie doch, als sie gut gefüllt war, doch für die einströmende Menge groß genug und es herrschte niemals leerende Gähne vor der Bühne, auch wenn nicht alle Besucher sich im Innenbereich aufhielten.

Als kleine Verbesserung könnte man einen getrennten Eingangs- und Ausgangsbereich schaffen, da der „Schlauch“ nach außen doch sehr eng war, wenn Besucher ein- und ausströmten sowie Shuttle – Busse vom Bahnhof aus einführen, für Gäste, die mit der Bahn anreisen – Damit könnte man dann sicherlich noch mehr Besucher anziehen.. Der Samstag fing bereits am nachmittag hart und deathmetallastig an, die Jungs von Sasquatch aus dem Ochsenfurter Raum gaben bei ihren Gig, wie gewohnt, alles und konnten nicht nur die mitgereisten Fans begeistern. Die ambitionierte Band, die gerade mitten in den Proben für ihre erste Demo steckt, zeigte sich wie immer sehr spielfreudig und jagte auch den bereits anwesenden Metalheads eventuelle Müdigkeit aus den Knochen.

Schlag auf Schlag ging es dann weiter mit Absorb, den Zwangsversteigerte Doppelhaushälften, Justice (mit eigenen Songs) und Hate Squad bevor der 2. Festivaltag mit Hail of Bullets und Skeleton ausklang. Auch diesmal haben die Verantwortlichen sich mächtig ins Zeug gelegt, um den Publikum ein ordentliches Festival zu bieten – was ihnen auch gelungen ist. So ist eine Fortführung des Metal Franconia Festivals sicherlich gewährleistet. Der Meinung ist auch Mitveranstalter Klaus Gehr, der sich wie folgt über das Festival äußerte:
„Also Freitag war Ektromorf natürlich der Bringer und auch End of Green kamen gut an, Samstag überzeugten die Zwangsversteigerten Doppelhaushälften, Hate Squad und Hail of Bullets. Den Leuten hat es bei uns sehr gut gefallen, aber wir werden dazu auch noch eine Umfrage schalten! Freitag hatten wir 550 zahlende Gäste, Samstag leider 100 weniger, aber wir sind trotzdem über die gute Resonanz zufrieden! Die Polizei war gar nicht im Einsatz, außer zu Routinekontrollen, was natürlich auch für die gute Planung und die Umsetzung spricht. Einen Busshuttle vom Bahnhof aus kann man sich mal überlegen. Leider ist der Eingangsbereich generell zu klein, wir haben das in Gedanken schon alles durchgespielt, aber viel besser, als wie er war, geht er leider nicht. Uns als Veranstalter hat gut gefallen, dass nichts Nennenswertes kaputt gegangen ist und sich die Leute im Großen und Ganzen an die Regeln und Auflagen gehalten haben. Weniger gefallen haben uns der Müll und der Brandfleck auf dem Campingplatz, der eigentlich ein Sportplatz ist, und geschont werden sollte. Aber das sind nur Kleinigkeiten und kein großer Beinbruch.

Aufgrund der Finanzen überlegen wir, evtl. noch mindestens ein Jahr in Hirschaid zu bleiben, sofern wir dürfen, erst dann kann man über einen Wechsel in eine größere Halle nachdenken – aber das letzte MFF soll es definitiv nicht gewesen sein!“