Fiddler´s Green gastierten mit Punch'n Judy als Support am 12.01.2012 in der Würzburger Posthalle

Mit der saustarken CD „Wall Of Folk“ im Gepäck, machten sich die Jungs um FIDDLER’S GREEN auf Konzertreise

Mit der saustarken CD „Wall Of Folk“ im Gepäck, machten sich die Jungs um FIDDLER’S GREEN auf Konzertreise und dachten sich, auch wieder mal in Würzburg in der Posthalle Stopp zu machen. Obwohl es unter der Woche war, fanden sich in der Halle ca. 400 Fans wieder, was sowohl den Veranstalter als auch die Band erfreuen durfte. Am meisten freuten sich aber die Fans, denn als FIDDLER’S FAN weiß man, dass man sich auf eine schweißtreibende, mitreißende Show von Franken’s Finest einstellen kann.

Ursprünglich sollte KELLNER  für FIDDLER’S GREEN eröffnen, aber aufgrund eines Unfalles musste er die Staffel an den Ruhrpottler PUNCH’N’JUDY weiterreichen. So durfte sich diese junge Gruppe über eine große Zuschauermenge erfreuen, musste aber auch gleichzeitig beweisen, ob sie auch überzeugen konnten. Ja, das konnten sie: sie verbreiteten mit ihren Mittelalter-Fabel-Rock-Folk-Crossover ziemlich schnell gute Laune. Die fröhliche Musik des Quintetts kam recht gut an und so wurden die Zuschauer zunehmend lockerer und feierten und hüpften wie Gummibälle zu Songs wie „Witch“, „Grace O’Malley“ und „Puppet“. Mit „Koboldkönig“ hatten PUNCH’N’JUDY auch so was wie ein Hit im Petto, bei dem sie sogar als Gastmusiker Tobi von FIDDLER’S GREEN als Unterstützung auf die Bühne  begrüßen durften (ich könnte jetzt fies sein und meinen, dass dieses Lied dem Tobi wie auf’s Leib zugeschnitten ist! Grins).

Nach 40 Minuten war die kurzweilige Chose auch schon vorbei und nach kurzer Umbaupause ging es mit der zweiten Runde weiter. Es war ein leichtes die Meute gleich auf Betriebstemperatur zu bringen: die Erlangener hatten vom ersten Takt die Menge voll im Griff. Mit der aktuellen, sehr starken Scheibe „Wall Of Folk“ und viele älteren Kracher, hatten die „Irish Independent Speed-Folkern“ jede Menge Hits dabei.

Mit „Wall Of Folk“ gingen sie gleich voll ab, so das es kein halten mehr gab. Es gibt wohl keine andere Band außerhalb Irlands, die auf so mitreißende Art Traditionals wie z.B. „Queen Of Argyll“ vorträgt und dabei auch so viel Spielfreude ausstrahlt. Bei „Jump“ (nomen est omen) wurde der Boden von der Posthalle von Hunderten springender Füße erschüttert (kein Wunder, dass schon drei Mal Bühnen bei FIDDLER’S GREEN-Gigs eingestürzt sind!). Aushängerschild der Fiddlers war zweifelsohne der kleine Geiger Tobias Heindl, der wie ein Derwisch über die Bühne fegte und an der Fiedel ein ganz großer ist. Aber auch die anderen „Akteuren“ sorgten für mächtig gute Stimmung. Spätestens beim neuen Song „Scolding Wife“ hatte sich Ort des Geschehens in einen wahren Hexenkessel verwandelt. Äußerst witzig und gleichzeitig seltsam, wie sich ein paar mutige, für einen Großen Teil des Konzerts, Mitte im Saal Platz am Boden nahmen und ohne Rücksicht auf der eigenen Gesundheit im wahren Sinne des Wortes ruderten, nur ohne Paddeln halt. Very strange indeed!!! Dass bei dem Gehüpfe und Gepoge niemanden zu schaden kam, grenzt an einem wahren Wunder. Vor allem wenn man denkt welchen Pogo-Potenzial Songs wie „Bottom Of Our Glass“ oder auch „Victor And His Demons“ verbergen. 

Erst ab halben Set gönnte man sich und den Fans mit den Balladen „Greens and Fellows““ und „Lost To The Moon“ mal eine Pause. Dann  folgte einen absoluten Highlight, welches nie bei einem FEEDLER’S Konzert fehlen darf und bei dem alle, aber wirklich alle laut mitsangen: „ Rocky Road To Dublin“. Aber dass soll nicht alles gewesen sein, denn ein Schmankerl jagte das andere und so ging es nahtlos weiter. Egal ob „Yindy“ ”,  „Lanigan’s Ball”, das obligatorische  „Shut Up and Dance“, „The Night Pat Murphy Died” oder auch „Folk’s Not Dead: erneut sprangen und tanzten die Leute vor der Bühne, es war eine einzige riesige Party. Zwei Medleys bestehend aus „Tam Lin – Rollin – Bugger Off“ und „Bonny Ship The Diamond – Marie’s Wedding“ sowohl der Klassiker „Dirty Old Town“ (ursprünglich von THE POGUES) bildeten den Zugabeblock. Nach über 2 Stunden verabschiedeten sich Fiddler’s Green von ihren erschöpften, aber überglücklichen Fans.